Dänemark (Ribe – Ringkøbing – Skagen)

RUNDREISE DÄNEMARK

27.OKTOBER – 02. NOVEMBER 2019

AUTO:

Wir waren mit unserem eigenen Wohnmobil unterwegs.

Spritkosten: ca. 200,00 €
Maut entfällt

CAMPINGPLÄTZE:

Siehe Campingplätze Dänemark.

GESAMTKOSTEN:

Bei diesem Urlaub waren wir günstig unterwegs und sind unter 1000,00 € geblieben.

STORY:

Nach dem Kauf unseres Wohnmobils haben wir die erste Reise durch Dänemark unternommen. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal mit dem Zelt dort und damals schon sehr begeistert von diesem Land. Jetzt wollten wir uns mal die älteste Stadt, Ribe, anschauen. Ribe liegt an der Nordseeküste und hat am Stadtrand auch einen schönen (aber teuren) Campingplatz. Ja… nach zwei Tagen sollte es weiter gehen, aber wir hatten keine Ahnung wohin. So fuhren wir erst einmal gen Norden und hörten nicht mehr auf gen Norden zu fahren, sodass wir es tatsächlich bis nach Skagen geschafft haben. Hier erst einmal unsere Strecke:

Route via Google Maps: Bis ganz oben und wieder zurück!
Route via Google Maps: Bis in den Norden und wieder zurück!

Was wollten wir eigentlich sehen? Natur, unbedingt! Das war uns von vornherein klar. Viel Meer, viele Dünen, viel Sand, viele Möwen und andere Vögel. Und wir wollten auch was hören: nämlich nichts. Nach einem aufregenden Jahr 2019 und noch keinem längeren Urlaub als ein Wochenende brauchten wir dringend Ruhe und Abstand. Und genau das haben wir auch gefunden. Die Strände waren menschenleer, auf den Straßen waren wir fast allein und bei den Hotspots war wirklich wenig los. Was aber auch zu manchem Übernachtungsproblem geführt hat…

Nach zwei Tagen in Ribe waren wir also schon runter gekommen und fühlten uns so gut, deshalb fuhren weiter, in das nah gelegene Esbjerg. Hier steht das uns vorher gar nicht bekannte, aber unübersehbare Denkmal „Der Mensch am Meer“ („Mennesket ved Havet“). Die vier Männer sind seit 1995 das Wahrzeichen der Stadt und bei gutem Wetter auch aus der Ferne vom Meer zu sehen. Jede Figur ist neun Meter hoch und man fühlt sich daneben wirklich klein! Ein kleiner Strandspaziergang bei blauem Himmel und Sonne war auch noch drin, bevor wir weiter fuhren.

Es ging weiter nach Nymindegab und das dahinter liegende Stückchen Land. Ja, anders kann man diese paar Meter Sand und Dünengras gar nicht nennen. Eigentlich wollten wir dort zu einer Vogelbeobachtungsstation, die östlich der Stadt am Fjord liegen soll. Die konnten wir aber leider nicht finden und so fuhren wir geradeaus durch den Ort durch und trafen auf wunderschöne Fischerhütten am Ringobing Fjord auf der rechten Seite und eine tolle Dünenlandschaft zur Nordseeseite hin. Es sind wirklich nur ein paar Meter Land dazwischen und wir sind auch hier in den Dünen spaziert. Bei der Weiterfahrt durch Hvide Sande kommt man an einem wundervollen Campingplatz mitten in den Dünen vorbei (Nørre Lyngvig Camping, er hatte leider schon geschlossen…) und dann zu einem sehr schönen Leuchtturm namens Lyngvig, wo sich ein Halt wirklich lohnt. Wir haben uns zwischendurch gefragt, was hier im Sommer los sein muss. Die Gegend ist nicht weit von der Grenze entfernt, ist so gut angebunden und bietet, insbesondere für Familien, alles wichtige vor Ort. Wirklich schön.

Anschließend ließen wir uns in Ringkøbing direkt am Hafen nieder, aßen ein super leckeres Fischbrötchen mit einem traumhaften Ausblick bei Sonnenuntergang und übernachteten sehr romantisch im Hafen. Morgens haben wir live erlebt, wie die Fischer mit ihren kleinen Booten und gelben Regenhosen zwei, drei Kisten frischen Fisch ausluden und zum Hafen brachten und alles langsam erwachte, bei einem langen Sonnenaufgang und eisiger Kälte. Es gibt eine schöne kleine Innenstadt die zum Stöbern einlädt, aber mehr haben wir nicht entdecken können. Die Touristeninformation war leider auch geschlossen und so haben wir noch einen kleinen Einkauf erledigt und sind dann weiter gereist, um Wikingergrabe, den riesigen Hafen in Hanstholm und alte Bunkeranlagen mit wunderschöner Natur anzuschauen. So wild und schön kannten wir Dänemark noch gar nicht, wirklich toll. Hier in der Jammerbucht kann man übrigens wunderbar surfen, in Hanstholm trafen wir eine Gruppe Surfer die ganz begeistert waren, denn es war die ganzen Tage schon sehr windig, die Wellen schlugen sehr hoch und zu unser aller Glück gab die Sonne alles. Ja, es hat so gut wie gar nicht geregnet! Der Vogelfelsen in Bulbjerg ist ein einmaliges Erlebnis, vor allem wenn es so stürmisch aber sonnig ist. Der Bunker ist begehbar und die Aussicht auf wie auch in dem Bunker, unendlich weit und schön. Zur Zeit unseres Besuches haben dort nicht so viele Vögel gebrütet, wahrscheinlich ist im Frühjahr diesbezüglich mehr zu sehen.

In Løkken fuhren wir dann wagemutig an den Autostrand. Hier war die Welt für uns kurz stehen geblieben, so toll fanden wir es. Aber im nächsten Augenblick war das Glück schon wieder dahin, als wir kurz vor der Nordsee im Sand stecken blieben… aber wir erhielten tatkräftige Unterstützung von anderen Urlaubern. Und ja, was sollen wir sagen, so schnell müssen wir jetzt nicht wieder an einen Autostrand fahren. Wir gehen doch lieber zu Fuß! Der anschließende Spaziergang zu den Booten am Strand war nämlich traumhaft schön. Løkken hat nämlich keinen Hafen, hier werden die Boote von den Fischern noch an Land gezogen! Ein tolles Bild. Lange konnten wir aber auch das nicht genießen, denn Steffen wurde auf der Mole von einer grooooßen Welle getroffen, es war wie gesagt sehr stürmisch und die Wellen echt hoch, und Steffen war dann klitschnass. Also auf auf zum Wohnmobil, umziehen und weiter fahren! Spätestens jetzt fragt dann auch niemand mehr ob wir unser Wohnmobil auch wirklich auf Herz und Nieren getestet haben… und man ist heilfroh, im Auto alles erledigen zu können!

Kommen wir zu einem ganz besonderem Highlight, dem Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr. Dieser drohte nämlich in das Meer zu stürzen, denn durch die Winde und den ins Landesinnere wehende Sand wurde ihm nach und nach seine Düne genommen. Als wir da waren, wurde immer noch gebaggert… und der Leuchtturm stand schon am neuen Plätzchen. Ein kleines Wunder, finden wir!
Zwar waren die Dünen hier schon recht breit und hoch, aber auf dem Weg nach Skagen hatten wir noch einen Stop bei einer der höchsten Wanderdünen Europas geplant: Die Råbjerg Mile
. Und ja, wir fühlten uns wirklich wie in der Wüste. Aber es war wunderschön, die Sonne stand so tief und wir hatten total schönes Licht. Außerdem waren wir ganz alleine dort. Einfach unglaublich!

Abends kamen wir dann wohlbehalten und total müde in Skagen an. Endlich im hohen Norden. War das toll! Mit unserer Ankunft liefen auch die riesigen Fischerboote in den Hafen und mit ihnen ungefähr zwei dutzend schreiende Möwen. So haben wir uns das vorgestellt! Es war spannend die Fischer bei ihrer Arbeit zu beobachten, aber auch echt kalt. Am nächsten Morgen wurden wir von den Hafenarbeitern und dem Lärm geweckt, aber auch das gehört dazu. Wie wild fuhren die Gabelstapler von links nach rechts um den Fisch zu den Imbissbuden zu bringen, immer schön vor unserem Schlafzimmerfenster hin und her, ach war das amüsant! Weniger amüsant war dann, als ein Radfahrer vor unserem Wohnmobil einen Fisch am Stück an die Möwen verfütterte, was ein Spektakel! Wir bummelten dann noch einmal durch die kleine Innenstadt mit den vielen kleinen Shops und machten uns dann auch schon wieder auf den Heimweg mit einem Zwischenstopp in Flensburg, wo wir auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums gratis übernachten durften und noch einmal richtig staunen durften. Denn hier gab es XXL-Packungen vieler Produkte. Da die Lebensmittelpreise für die Dänen bei uns wesentlicher günstiger sind, haben diese förmlich den halben Laden leer gekauft. Wir haben aber nicht mehr zugeschlagen und sind am nächsten Tag völlig ausgeglichen Richtung Heimat gefahren.

EMPFEHLUNGEN:

RESTAURANTS

Ringkøbing:

Fiskehuset
Havnepladsen 4, 6950 Ringkøbing, Dänemark
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9:30 – 18:00 Uhr, Sa. 9:30-15:00 Uhr
Preisklasse: €

Hier sitzt man direkt am Hafen, abends mit Blick zum Sonnenuntergang. Traumhaft schön!

Skagen:

Aavangs Fiskehus
Fiskehuskajen 1, 9990 Skagen, Dänemark
Preisklasse: €€
Öffnungszeiten: Mo.- Fr. ab 10 Uhr, Sa. ab 9 Uhr geöffnet
aavangsfiskehus.dk

Ein uriger Imbiss mit großer Theke und einer noch größeren Auswahl direkt am Hafen, das hat Stil und vor allem einen mega guten Geschmack!

BARS

Hanstholm:

Færgegrillen V/per Gravgaard
Kai Lindbergs Gade 77, 7730 Hanstholm, Dänemark
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 11:00 – 19:30 Uhr
Preisklasse: €

Mitten im Trubel einen leckeren Burger essen? Hier ist das möglich, sehr nordisch und kühl, aber lecker!

HOT SPOTS

Die älteste Stadt Dänemarks ist Ribe und diese ist wirklich einen Besuch wert. Eine wundervolle Altstadt mit kleinen Geschäften und einem süßen kleinen Hafen, in dem auch die Johanne Dän liegt, ein altes Schiff einer ganz besonderen Bauweise. Die Straßen Nederdammen, Mellendammen und Ovendammen bilden das historische Zentrum und führen zu dem sehr schönen Dom, neben dem es auch ein kleines Museum „Kannikegaarden“ gibt. Fährt man weiter Richtung Norden kommt man in Esbjerg zu dem Denkmal Der Mensch am Meer.

Um zu dem Lyngvig Leuchturm zu gelangen fährt man über die 181 über die schmale Landzunge mit Vogelschutzgebiet, vorbei an alten Fischerhütten und einer tollen Dünenlandschaft. Hinter der Kirche biegt man links ab und findet auch ein schönes Geschäft mit Café. 288 Stufen und eine kleine Luke führen auf die Plattform mit einer super schönen Aussicht!

Eintritt: 7 €
Öffnungszeiten: siehe levendehistorie.dk

Auf der anderen Seite des Ringkøbing Fjords befindet sich nördlich liegend die Stadt Ringkøbing. Die Straßen Nygade und Algade bilden das Stadtzentrum und sind wunderschön zum Bummeln!

In Hanstholm wird derzeit ein riesiger neuer Hafen gebaut und es gibt ein sehr be- kanntes Bunkermuseum.

Weiter nördlich befindet sich in Bulbjerg ein begehbarer Bunker, ein Überrest der größten Verteidigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg. Heute brüten hier auf dem Vogelfelsen seltene Vögel und man hat einen tollen Blick auf die Surferbucht.

Wer einen Abstecher Richtung Aalborg einlegt, sollte auch beim Wikingergraab Lindholm Høje anhalten.

Lindholm Høje
Vendilavej 11, 9400 Nørresundby, Dänemark
Preisklasse: Gratis (Das Museum kann man separat trotzdem besuchen)
https://nordmus.dk/de/

In Løkken gibt es einen ganz tollen Autostrand, den wir mit Wohnmobil ausprobiert haben und jedem ans Herz liegen, bloß nach links abzubiegen und niemals nach rechts. Außerdem kommen aus den Dünen oft kleine Bäche die ordentliche Gräben am Strand entstehen lassen, also Vorsicht!

Autostrand Løkken
Ny Strandvej, 9480 Løkken, Dänemark
Preisklasse: Gratis

Einige hundert Meter weiter nördlich lohnt sich ebenfalls ein Stop um die Fischerboote ganz nah zu betrachten, die hier noch an Strand gezogen werden. Dort kann man auch sehr schön auf der Mole spazieren gehen – ist aber bei hohem Seegang auch nicht ohne, da es kein Geländer gibt. Weiter nördlich liegen außerdem alte Bunker am Strand.

Strand und Mole Løkken
Sdr Strandvej, 9480 Løkken, Dänemark
Preisklasse: Gratis

Der gerettete Leuchturm von Rubjerg Knude ist eine Woche vor unserem Besuch 80 m in das Landesinnere gesetzt worden. Das ganze hat den Dänen 700.000 € gekostet. Die hohen Dünen laden zu einer wundervollen Wanderung mit vielen Momenten des Staunens ein, hier unsere Route:

Route der Wanderung
Route: Oben rechts und unten rechts sind Parkplätze, dann wandert man ca. 7 km eine wunderschöne Runde.

Wir empfehlen, Proviant einzupacken und windfest gekleidet zu sein.

Parkplatz Rubjerg Knude Fyr
9800 Hjørring Municipality, Dänemark
Preisklasse: Gratis

Wer einen Halt in Hirtshals macht, kann den wunderschönen Leuchtturm Hirtshals Fyr besuchen. Der Hafen ist ebenfalls spannend, denn hier legen die großen Fischkutter und Fähren nach Island und zu den Färöer-Inseln ab. Hier ist richtig was los!

Um eine der größten Wanderdünen Europas zu besteigen fährt man nach Råbjerg Mile. Im Herbst war hier weit und breit keine Menschenseele, aber im Sommer ist es sicherlich voll.

Råbjerg Mile
Råbjerg Mile Vej, 9990 Skagen, Dänemark
Öffnungszeiten: immer geöffnet
Preisklasse: Gratis

Von hier aus ist es ein Katzensprung in das kalte aber sehr schöne Skagen, der nördlichsten Stadt Dänemarks. Im Hafen kann man toll übernachten und in vielen Fischrestaurants essen. Hier sieht man in der Nähe der Fischauktionshallen auch, wie der frische Fisch abends eingefahren und verladen wird. Wir haben außerdem einige schöne Mitbringsel am Hafen gefunden, hier gibt es von typisch dänischen Leckereien, über nordische Einrichtung bis hin zu Outdoordekoration alles, was das Reiseerinnerungenherz höher schlagen lässt:

Holte Vinlager (Skagen)
Vestre Strandvej 4, 9990 Skagen, Dänemark
Öffnungszeiten: tgl. ab 10 Uhr geöffnet
holtevinlager.dk

 

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