Polen (Rundreise)

Warschau – Danzig – Stolpmünde, Polen
29.August – 9. September 2015

Anreise:

Anreise mit dem Auto
Spritkosten rund 230,00 €

Hotels:

Warschau, 4 Nächte:

JM Hotel Warsaw Centre **** (Jetzt Leonardo Royal Hotel)
€ DZ 284,00 € inkl. Frühstück (Gesamtpreis, p.P. rund 142,00 €)
Preis pro Nacht pro Person rund 35,00 €
Adresse : Grzybowska 45, 00-844 Warszawa, Polen
Lage: ca. 20 Min. Fußweg in die Innenstadt

Danzig, 3 Nächte:

So Stay Hotel ***
€ DZ 232,00 € inkl. Frühstück (Gesamtpreis, p.P. rund 116,00 €)
Preis pro Nacht pro Person rund 40,00 €
Adresse : 80-104, Kartuska 18, Gdańsk, Polen
Lage: ca. 15 Min. Fußweg in die Innenstadt

Stolpmünde, 4 Nächte:

Grand Lubicz Uzdrowisko Ustka *****
€ DZ 361,00 € inkl. Frühstück (Gesamtpreis, p.P. rund 180,00 €)
Preis pro Nacht pro Person rund 42,00 €
Adresse: Wczasowa 4, 76-270 Ustka, Polen
Lage: ca. 10 Min. Fußweg in die Innenstadt, 5 Min. zum Strand

Gesamtkosten:

Bei diesem Urlaub sind wir insg. knapp über 1000,00 € gewesen.

Story:

Wie man auf die Idee kommt durch Polen zu reisen? Das hat sich Karin auch gefragt, nachdem Steffen dies vorgeschlagen hatte. Aber es gab genug Gründe: Wir konnten schlecht planen, hatten wenig Geld und waren noch nie weiter als über die Grenze zum nächsten Polenmarkt. So traurig dass auch ist, gut dass wir es gewagt haben. Im Voraus hatten wir auch Vorurteile, die üblichen halt, aber die haben wir jetzt abgelegt.

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Route via Google Maps: Rund 2000 km und 23 Stunden Fahrt

Wir starteten mit einem 4-Sterne-Aufenthalt im Bankenviertel von Warschau. Die Aussicht auf die Skyline war genial und das internationale Frühstück nicht zu übertreffen. Warschau hat eine wundervolle Altstadt und viele heiratswütige Paare, an einem Samstag haben wir locker 25 Hochzeitspaare gesehen. Wir machten an einem Tag einen Ausflug nach Treblinka, das größte Konzentrationslager des 2. Weltkriegs (ja, größer als Ausschwitz). Wir fahren schon fast in Weißrussland, da kamen wir doch noch an. Die Straßenverhältnisse waren echt miserabel und die Beschilderung auch, aber die Einheimischen konnten und mit Händen und Füßen helfen. Denn: Die wenigsten sprechen hier deutsch oder englisch. Warschau selber bietet auch viel Geschichte, wir konnten uns zum Glück noch das ehemalige Ghetto ansehen, doch die Häuser waren zum Teil schon in Vorbereitung auf die Renovierung. Kurz danach war alles renoviert, sodass man heute nur noch wenige alte und geschichtsträchtige Häuser findet.

Nach dem Ausflug nach Treblinka überraschte uns am nächsten Tag ein platter Reifen. Da unser Auto in der Tiefgarage stand (die hatten wir uns aufgrund unserer Vorurteile geleistet) war es sicher kein blöder Streich. Aber nun muss man erst einmal eine Werkstatt finden, und vor allem eine die unsere Reifen führt (unser PKW hat recht große Reifen). In unserem Hotel konnte und aufgrund der Sprachbarrieren nur der Concierge helfen. Er empfahl uns eine Werkstatt und bot an, bei Kommunikationshürden telefonisch zu unterstützen. Die Werkstatt war gleich um die Ecke, aber machte erst einmal keinen vertrauenswürdigen Eindruck. Doch wir hatte ja inzwischen gelernt, nicht von unseren Vorurteilen zu leben. Es war so eine typische Hinterhofgarage, ein Mann im Blaumann saß rauchend auf einer Kiste vor zwei Garagen und guckte skeptisch. Wir zeigten auf den Reifen, er fand das Loch und schon standen drei Leute bereit um einen neuen Reifen zu suchen. Innerhalb weniger Minuten war ein nagelneuer Pirellireifen in der richtigen Größe gefunden und moniert. So schnell geht das in Deutschland nicht. Die Bezahlung hingegen dauert etwas länger, da viele Begriffe unklar waren und viele Formalitäten anders als in Good Old Germany. Nämlich eigenlicht gar nicht. Letztendlich sollte die ganze Aktion nur 12,00 € kosten, was wir uns beim Besten Willen kaum vorstellen konnten. Aber das war der Endpreis inkl. Steuern. Aber weil alles so unkompliziert von Statten ging gaben wir gutes Trinkgeld und fuhren glücklich weiter.

Der Weg nach Danzig war sehr abwechslungsreich. Zum Zeitpunkt unserer Reise wurde eine neue große Fernstraße gebaut, die jetzt sicher fertig ist, sodass die Fahrt inzwischen bequemer und schneller ist. In Danzig erkundeten wir die schöne Altstadt und den Hafen, machten eine Hafenrundfahrt, die wirklich schön ist, und kauften natürlich Bernstein. Es gibt so viele Bernsteinhändler und sogar einen Bernsteinmarkt. Da lohnt es sich das Geschäft, in dem man einkaufen möchte, gut auszusuchen. Wie man das findet? Es gibt rohe Bernsteine die vor Ort geschliffen werden können. Nicht alle können dies anbieten.

Von Danzig aus sind wir weiter nach Stolpmünde gefahren und haben es uns im 5-Sterne-Hotel gut gehen lassen – mit dem kompletten Wellnessprogramm. Das Hotel ist sehr empfehlenswert: tolles Frühstücksangebot, eine große Poollandschaft inkl. Soledad und Entspannungsmusik und ebenso Massageangebote, deren Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Der Ort hat einen sehr schönen Strand und eine tolle Promenade, einen richtig schönen Hafen und einige kleine Einkaufsmöglichkeiten.
Ein Ausflug nach Hel ist nicht unbedingt empfehlenswert, da diese Ortschaft rein touristisch aufgezogen ist und keinen eigenen Charakter mehr hat. Außerdem ist der Verkehr hierher ein Horror.

Für diese Reise erhielten wir keine Rabatte oder Gutscheine o.ä.

Empfehlungen:

Restaurants

Ein Essen inkl. Vorspeise, Dessert und 1 – 2 Getränken kostet durchschnittlich 25,00 €. Man sollte in Polen unbedingt Bigosch probieren. Auch Teigtaschen, Sauerkraut und diverse Fleischgerichte schmecken sehr köstlich.

Danzig

 

Billy´s American Restaurant
Warzywnicza 10A-E, 80-838 Gdańsk, Polen
Öffnungszeiten: Tgl. 10 – 0 Uhr
Preisklasse: €€
http://www.billys.com.plEin süßes amerikanisches Restaurant mit guter Auswahl – man muss ja nicht immer polnisch essen.

Gdański Bowke
Długie Pobrzeże 11, 80-888 Gdańsk, Polen
Öffnungszeiten: Tgl. 10 – 23 Uhr
Preisklasse: €
http://gdanskibowke.com

Ein typisch polnisches Restaurant mit Livemusik und toller Stimmung. Das Essen schmeckt sagenhaft!

Stolpmünde

Rucola
Marynarki Polskiej 70, 76-270 Ustka, Polen
Öffnungszeiten: Tgl. 12 – 22 Uhr
Preisklasse: €
http://www.restauracjarucola.pl

Hot Spots

Die Altstadt Warschau ist ein wahrer Traum und an einem Tag gut zu erkunden.
In ganz Warschau findet man immer wieder Häuser des ehem. Warschauer Ghettos, die aber nach und nach renoviert werden. Wer Glück hat findet zwischen den Straßen Okopowa und Zelazna (im Westen), Stawki (im Norden), Andersa (im Osten) und Sienna (im Süden, hier steht auch noch die Mauer) einige Häuser die noch sehr original aussehen. In der Nähe des o.g. Hotels (Grzybowska) gibt es noch Mauerreste und ein Denkmal, wer mit offenen Augen hier her kommt findet sie schnell. Wir konnten noch die ul. Próżna anschauen. Sie war damals kurz vor der Renovierung und wir können nicht sicher sagen, ob sie nicht schon renoviert ist. Es gibt auch immer wieder Sehenswürdigkeiten, die an die damalige Zeit erinnern. Für uns war der Besuch sehr emotional, wir empfehlen hierfür viel Zeit einzuplanen und danach eine Pause einzulegen um das Gesehene zu verarbeiten. Den jüdischen Friedhof haben wir nicht besucht, dieser soll aber sehr mystisch sein.

Ein Besuch im Museum of Pawiak Prison lohnt sich ebenfalls.

Museum of Pawiak Prison
Dzielna 24/26, 00-001 Warszawa, Polen
Öffnungszeiten: Mi. – So .10 -17 Uhr

Der Kultur- und Wissenschaftspalast (Palac Kultury i Nauki) ist 231 Meter hoch und ein sehr imponierendes Bauwerk.

Palace Kultury i Nauki
plac Defilad 1
, Warschau 00-110, Polen

Das Vernichtungslager Treblinka ist ein  sehr trauriger geschichtsträchtiger Ort. Man ist hier alleine, zu unserem Besuch waren auch keine Ticketschalter o.ä. geöffnet. Das macht es leider auch etwas unheimlich. Für den Besuch sollte man festes Schuhwerk und etwas Verpflegung mitnehmen, da das Geländer sehr weitläufig ist und es keine Imbissangebote in der Umgebung gibt. Es ist sehr schwer zu finden, da kaum Schilder aufgestellt sind. Aber Einheimische helfen mit Händen und Füßen gerne weiter. Das ehem. Lager liegt südlich des Ortes Treblinka im Wald.

Museum:

treblinka-muzeum.eu

Gelände:
18-112 Kosów Lacki, Polen

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